Die
gotische obere Kapelle datiert vom Ende des 15. Jahrhunderts.
Nur die drei Rundbögen die zu der Seitenkapelle des Hl.
Kreuz Zugang verleihen sind ein Überbleibsel von der ursprünglichen
romanischen oberen Kapelle. Die Glasmalereien in dem Chor stammen
aus dem Jahr 1845 und stellen in chronologischer Reihenfolge
die Fürsten vor, die über die Grafschaft Flandern
herrschten beginnend bei Philipp dem Kühnen, Herzog von
Bourgund (1342-1404), bis Maria-Theresia, Kaiserin von Österreich
(1717-1780).
Zu beiden Seiten des Hauptaltars
bemerkt man die typischen
Ehrenzeichen einer Basilika: das
Tintinnabulum oder die kleine Glocke in einem verzierten Rahmen
und das Conopeum oder halb heruntergeschlagener Sonneschirm
in gelber und roter Seide. Der originale Predigtstuhl wurde
von dem Bildhauer Hendrik Pulinckx 1728 in der Form einer Weltkugel
hergestellt : Gottes Wort, das von dem Predigtstuhl verkündet
wird, muss die ganze Welt erreichen.
Die große Wandmalerei hinter dem neogotischen Hauptaltar
wurde 1905 hergestellt. Der obere Teil stellt des Mysterium
des Kreuzes dar, wo Christus sein Blut vergossen hat.
| | Auf
dem Hintergrund sieht man links, Bethlehem, seinen Geburtsort
und rechts, Jerusalem, wo er gestorben ist. Die untere Szene
zeigt wie Dietrich von Elsass die Heiligblutreliquie aus den
Händen des Patriarchen von Jerusalem empfängt und
wie er, in Brügge angekommen und mit neben ihm die Gräfin
Sybilla, die Reliquie dem Kaplan anvertraut.
Der kleine Altar mitten in hem Chor ist mit einem Reliefbild
aus Alabaster verziert das das Letzte Abendmahl darstellt und
vom Beginn des 17. Jahrhunderts datiert. Zwischen Chor und Schiff
steht eine eichenhölzerne Kommunionbank (17. Jh.), verziert
mit Laubwerk und skulptierten Büsten von Heiligen.
Der
Altar aus weißem Marmor in der Hl.-Kreuz-Kapelle ist das
Werk (1751) von Laurent Delvaux. Die zwei knieenden Engel sind
von Pieter Pepers und der silberne Tabernakel von dem Brügger
Edelschmied Ryelandt.
Rechts neben dem Altar bemerkt man eine Malerei auf Leinwand,
die Kreuzabnahme (1649), die Jakob von Oost zugeschrieben wird
und von Caravaggio beeinflusst ist.
|